Sicherlich ist eine Tasse  guten Tees schon für sich allein ein Genuss...
aber so richtig "rund" wird dieser Genuss doch erst durch die "Beilagen"!
Ob es wie in Grossbritannien  Scones oder Sandwiches sind  oder Kekse und die berühmte Ostfriesentorte in Deutschlands Norden... egal - ein wenig Schlemmerei gehört einfach dazu.

Damit ihr dieses auch einmal ausprobieren und euren ganz persönlichen "Afternoon Tea" geniessen könnt, habe ich hier für euch noch einige Rezepte für typische Beigaben zum Nachmittagstee....

und wie könnte es auch anders sein, beginnen werde ich natürlich mit

Irischen Scones :

Zutaten:

1 Tasse weißes Mehl
0,5 Teelöffel Backpulver
1/4 Pfund Butter, weich
50g Zucker
1 Ei, leicht geschlagen
1 Teelöffel Salz

etwas Buttermilch
50g weiße Sultaninen
50g Walnüsse (nach Belieben)

Zubereitung:

Mehl und Backpulver vermischen, dann Butter hinzugeben und das Ganze verrühren, bis die Mischung Butterfarbe angenommen hat.
Gebt  jetzt den Zucker hinzu und mischt ihn gut unter. Dann die Hälfte des geschlagenen Eis hinzugeben und die ganze Milch. Füge die Sultaninen oder Nüsse hinzu und verrühre die Mischung, bis ein klebriger Teigball entsteht.

Den Teigball auf eine mit Mehl bestreute Fläche geben und für mindestens fünf Minuten gut durchkneten. Schneide dann aus dem Teig kleine, dicke, runde Fladen (am besten mit einem umgestülpten Glas) und gib diese auf ein eingefettetes oder mit Backpapier belegtes Backblech oder in eine heiße Bratpfanne.

Bestreiche die Oberseite der Scones mit dem verbliebenen Ei und plaziere die Walnusshälften (wenn gewünscht) auf der Oberseite.

Backe die Scones bei 180 bis 190 °C in 10 bis 15 Minuten schön braun.

Zum Servieren durchschneiden wie ein Brötchen und mit Erdbeermarmelade und dicker Sahne füllen! (ofenwarm!)

 

Wer gerne englische Romane und Krimis liest, dem werden sie immer wieder begegnen- die Sandwiches zum Afternoon Tea.
Die Vielfalt ist gross, aber eines taucht immer wieder auf: das klassische Gurkensandwich!



Also hier nun eines der vielen Rezepte:

weisses Toastbrot
Knoblauchpulver
Salz, weisser Pfeffer
Frischkäse
fein gehackter Dill
Butter
hauchdünn geschnittene Gurkenscheiben

Die Kruste vom Brot abschneiden und am besten mit Keksförmchen verschiedene Formen ausstechen. Die Brotstücke buttern.
Den Frischkäse mit den Gewürzen und dem Dill verrühren. Auf die Brotstücke geben und dann mit den dünnen Gurkenscheiben belegen.
Verzieren mit einem Stengelchen Dill und immer kühl servieren.


Jetzt wird es süß!
Wir kommen zu Russischen Tee Bällchen

Zutaten

1 Tasse ungesalzene Butter
2 1/4 Tassen Mehl
1/2 tel. Salz
2 Tassen Puderzucker
3/4 Tasse gehackte Walnüsse
1 Tel. Vanillemark


Backofen vorheizen auf ca. 180 - 190 Grad.

Die Butter mit einer halben Tasse Puderzucker verrühren bis die Masse fluffig und leicht ist. Dann die Vanille, das Salz, das Mehl und zuletzt die Walnüsse unterheben. Das Ganze zu einem Kloß formen.
Danach immer ca. 2 Tel. Teig in den Händen zu kleinen Bällchen formen. Diese dann für ca. 90 Minuten auf einem ungefetteten Backblech ruhen lassen.
Ca. 12 Minuten backen bis sie goldbraun sind.

In der Zwischenzeit eine Form mit Rand mit einer halben Tasse Puderzucker füllen und wenn die Bällchen fertig sind, diese noch heiß in den Zucker setzen. Vorsichtig hin und her rollen bis sie ganz umschlossen sind.
Darin abkühlen lassen. Danach in einer weiteren Form mit der restlichen halben Tasse Puderzucker wieder vorsichtig rollen bis eine neue Zuckerschicht entsteht.
Auf einem Gitter endgültig abkühlen lassen.

 

Eine richtige Kalorienbombe ist allerdings die Ostfriesische Knüppeltorte

Vorsicht! Diese Torte ist eher ein hemmungslos gewürztes Zuckerstück als eine Torte, sie wird nur in kleinen Mengen serviert, jemandem ein normal großes "Tortenstück"' davon vorzusetzen dürfte als Mordversuch gewertet werden.

Nach dieser Warnung wird man natürlich neugierig. Etwas Leckeres muss ja dran sein an dieser Mordwaffe, sonst würden die Ostfriesen sie bestimmt nicht so lieben.  Also muss ich das Rezept  hier auch publik zu machen. Vielleicht traut sich der eine oder andere, es in die Tat umzusetzen.

Es geht so:

3-4 Eigelb, 4 EL saure Sahne und 4 EL Zucker verrühren und so viel Mehl hineinkneten, dass ein lockerer Teig entsteht. Ganz kleine Kügelchen formen (1-1,5 cm Durchmesser) und in reichlich Fett goldgelb backen.

Bei milder Hitze mindestens 1 kg Zucker in 1/4 l heißem Wasser lösen. 250 g fein gehackte Mandeln, 250 g Zitronat und kandierten Ingwer (Menge nach Geschmack) dazurühren sowie Kardamom und Zimt (nicht sparen!), zuletzt die Teigkügelchen unterrühren, bis der Zucker anfängt zu haften.
Das Ganze in eine mit Zuckerwasser ausgespülte Form füllen, am nächsten Tag stürzen und versuchen zu schneiden.
Dazu wünsche ich: Viel Glück!

Und übrigens: Die Torte heißt Knüppeltorte, nicht weil man jemanden damit erschlagen kann ... sondern wegen der Teig- "Knübbelchen" (= Kügelchen) !

Ein weiterer Klassiker bei uns im Norden ist die Friesische Blätterteigtorte.



Zutaten
375 g TK-Blätterteig
100 g Marzipan-Rohmasse
60 g Butter
110 g Zucker
2 Packungen Vanillezucker
160 g Mehl
2 Packungen Sahnefestiger
500 ml Schlagsahne
400 g Pflaumenmus
30 g Puderzucker


Blätterteigscheiben auftauen lassen. Marzipan und Butter verkneten. 60 g Zucker, die Hälfte des Vanillezuckers und Mehl zugeben und alles vorsichtig zu Streusel kneten.  Je 1⁄3 der Teigscheiben zu einem runden Boden (26 cm ø) ausrollen. Die Teigböden mehrmals mit einer Gabel einstechen, die Streusel darauf verteilen. Nacheinander im vor geheizten Ofen, 2. Schiene von unten, ca. 10 Minuten backen (E-Herd: 200 °C, Gas: Stufe 3, Umluft: 170 °C). Gut auskühlen lassen. Restlichen Zucker, Vanillezucker und Sahnefestiger mischen. Die Sahne steif schlagen, dabei kurz vor dem Ende die Zuckermischung einstreuen. Sahne kalt stellen.

Nun 2 Blätterteigböden mit Pflaumenmus bestreichen. Die Sahne mit einem Spritzbeutel mit Sterntülle gleichmäßig auf die beiden Blätterteigböden spritzen und Böden zusammensetzen. Den letzten Boden vorsichtig in 14 Stücke schneiden. Mit gesiebtem Puderzucker bestäuben und leicht schräg auf die Torte setzen. Vor dem Servieren ca. 1 Stunde kühl stellen.

Dass man dazu Tee trinken soll, versteht sich doch von selbst!



Von selbst versteht sich auch, das hier natürlich auch das Rezept für das türkisch/orientalische Bakhlavar nicht fehlen darf!

Wer schon mal in der Türkei war, weiß wovon ich rede....
eine Süssspeise, fast wie kleine Kuchen und absolut süchtig machend!!
Nach diesem Rezept sehr einfach nachzumachen! Man braucht nur etwas Zeit, denn es ist etwas aufwendig. Aber es lohnt sich!

Zutaten:
500g Mehl
300g Butter
250g Nüsse
4 Eier
1/2 Becher Joghurt
1 Essl.Honig
1 Essl. Zitronensaft
1 kg (!!!) Zucker
Wasser


Zubereitung:
Das Mehl sieben, in die Mitte Eier, Joghurt, zwei Tassen Wasser und geschmolzene Butter geben.
Alles zu einem festen Teig kneten und zu einer Rolle formen. Ca. 20 Scheiben schneiden und jede Scheibe dünn ausrollen.
Eine ausgerollte Scheibe auf ein gefettetes Blech legen und etwas von den Nüssen darauf streuen. Anschliessend wieder eine Schicht Teig, usw. Als oberste Schicht eine Teigschicht. Rechtecke schneiden (2-4cm) und im vorgeheizten Ofen 20 Minuten auf 200Grad C backen.
Zucker in einem Topf mit Wasser bedecken, Honig und Zitronensaft dazu geben und köcheln bis der Zucker aufgelöst ist.
Danach Abkühlen lassen und den Sirup auf den lauwarmen Baklava giessen, einziehen lassen und kalt stellen.